GEMEINSCHAFTLICHE GENOSSENSCHAFTLICHE WOHNPROJEKTE GEGEN DEN MIETWAHNSINN

|   Wohnungspolitik

Baukosten und Zinsen steigen, Bauen wird für alle teurer, für Privatleute, für Unternehmen, für die Stadt und genauso für gemeinschaftliche genossenschaftliche Wohnprojekte. Als klimafreundliche, nachhaltige, flächensparende, solidarische Projekte und Garanten für langfristig stabile Mietpreise sollten aber genau sie unterstützt werden. Wie können wir das tun?

 

Bei der Veranstaltung „Gemeinschaftlich genossenschaftliche Wohnprojekte – solidarisch und bezahlbar?“ der SPD Frankfurt im Internationalen Theater wurden diese und weitere Fragen diskutiert. Eingeladen waren Birgit Kasper vom Netzwerk für gemeinschaftlich genossenschaftliches Wohnen, Beate Steinbach aus dem Amt für Wohnungswesen, Katharina Wagner aus dem Planungsdezernat sowie „AdAptiv“ und weitere Frankfurter Wohnprojekte. 

 

Stefanie Minkley führte in die Veranstaltung ein und erklärte die Wichtigkeit von Bauvorhaben, die Wohnraum schaffen, welche sich den galoppierenden Mietpreissteigerungen entziehen. „Die bisherigen Maßnahmen haben nicht den gewünschten Effekt erbracht, die Mieten steigen weiter – genossenschaftliche und gemeinschaftliche Wohnprojekte können für langfristige Preisstabilität sorgen und sind emanzipativ: Denn in Genossenschaften entscheiden die Mitglieder und nicht die Vermieter:innen.“

 

Das Podium erörterte die Schwierigkeiten, welchen Wohnprojekte momentan gegenüber stehen. Als Meilenstein wurde der Baulandbeschluss der Stadt genannt, der die Vergabe von Bauland nach Konzept und nicht an den Höchstbietenden sowie eine Quote an geförderten und gemeinschaftlich genossenschaftlichen Wohnraum vorsieht. Durch platzsparendes Bauen und viel Gemeinschaftsraum würden bereits große Einsparungen im Bau realisiert. Damit die entstehenden Wohnungen zu bezahlbaren Preisen entstünden, bräuchte es in diesen Zeiten der hohen Baukosten und steigenden Zinsen verstärkt Förderprogramme und finanzielle Absicherungen für die Mitglieder der bauenden Wohnprojekte.

 

„Wenn wir über bezahlbares Wohnen sprechen, müssen wir über Bodenpolitik sprechen. Für Projekte mit gemeinnützigem Charakter müssen andere Bedingungen gelten, wie für den freien Wohnungsmarkt. Die Wiedereinführung der Wohngemeinnützigkeit durch den Bund und die Einrichtung eines Bodenfonds durch das Land sind zwei große Stellschrauben, die gedreht werden müssen“, so Katharina Stier, Moderatorin der Veranstaltung.

 

Es soll eine Fortführung der Veranstaltung geben, dann mit einem Schwerpunkt auf den großen, traditionellen Genossenschaften und deren Beitrag für solidarisch und bezahlbares Bauen und Wohnen, versprachen die Initiatorinnen.

 

Organisatorinnen der Veranstaltung waren Katharina Stier und Stefanie Minkley, Vorstandsmitglieder der SPD Frankfurt.

 

Pressemitteilung auf der Website der SPD Frankfurt